Drucktechnik



Siebdruck, Transferdruck, Digitaldruck,... In der Welt der Werbemittel trifft man ständig auf unterschiedliche Begriffe aus der Drucktechnik. Doch was bedeuten diese eigentlich und was ist der Unterschied zwischen den einzelnen Verfahren?

Folgend ein kleine Übersicht der wichtigsten Veredelungsverfahren der Werbemittelbranche:



Vor- und Einrichtungskosten



Wie bei den einzelnen Drucktechniken geschildert, müssen für jede einzelne Veredelungsart diverse Abläufe eingehalten werden. So müssen etwa beim Siebdruck für jede Farbe Siebe, beim Tampondruck für jede Farbe Filme und Klischees angelegt werden. Bei Lasergravur, Stick, Prägung oder Digitaldruck muss das Layout im jeweiligen Programm eingerichtet werden. Die einmaligen Vorkosten hängen somit immer von der jeweiligen Veredelungsart, dem gewünschten Layout und der Anzahl der zu druckenden Farben ab.

Zur Orientierung ein Beispiel: Sie möchten eine Sonnenbrille auf beiden Bügeln veredeln. Welche Vorkosten fallen an?

- gleiches Layout auf beiden Bügeln, jeweils einfärbig: 1x Vorkosten
- gleiches Layout auf beiden Bügeln, zweifärbig: 2x Vorkosten
- unterschiedliche Layouts auf beiden Bügeln, einfärbig: 2x Vorkosten
- unterschiedliche Layouts auf beiden Bügeln, zweifärbig: 4x Vorkosten

Dies gilt grundsätzlich für alle Sieb-, Tampon- und Transferdruckvarianten. Für all diese Arten der Veredelung (Ausnahme: Digitaldruck) wird eine Vektorgrafik benötigt.


Doch was ist eine Vektorgrafik?


Vektorgrafiken sind Bilder, die sich über mathematische Berechnungen definieren. Anders als bei Rastergrafiken werden nicht die einzelnen Pixel des Bildes gespeichert, sondern eine Beschreibung (Pfade) aller im Bild befindlichen Objekte und deren Stärke, Linien, Grenzen, Schatten und andere Effekte.
Ein Kreis besteht in diesem System zum Beispiel aus den Koordinaten des Kreismittelpunktes, seinem Durchmesser und der Farbe. Dadurch bleiben Vektorgrafiken auch über den Gestaltungsprozess hinaus flexibel und können im Nachhinein ohne Qualitätsverlust skaliert werden.


Vektorgrafik vs. Rastergrafik


Am besten lassen sich die Eigenschaften einer Vektorgrafik im Vergleich zu einer Rastergrafik erklären. Letztere stellt den zweiten wesentlichen Bildtyp in der Welt der Gestaltung dar. Sie wird in farbigen Blöcken gespeichert, den sogenannten Pixeln. Rasterbasierte Grafiken sind unschlagbar für detailreiche Grafiken und Texturen und dabei einfach zu handhaben.

Vergrößert man allerdings ein pixelbasiertes Werk im Nachhinein zu sehr, wird es grobkörnig und unscharf. Um verpixelte Bilder zu vermeiden, ist das vektorbasierte Arbeiten ideal. Aufgrund ihrer besonderen Speichermethode lassen sich Vektorgrafiken unbegrenzt skalieren, ohne dass dabei die Auflösung beeinträchtigt wird. Dies verleiht ihnen maximale Flexibilität auch nach der Erstellung. Zudem benötigen Vektordateien in der Regel deutlich weniger Speicherplatz als Rastergrafiken.

Welchen Bildtyp Sie benötigen, hängt also maßgeblich vom jeweiligen Einsatzgebiet und der weiteren Verwendung Ihrer Grafik ab.


Welches Grafikformat hat meine Datei?


Am einfachsten erkennen Sie, ob Ihre Datei eine Vektor- oder eine Rastergrafik ist, an der jeweiligen Dateiendung. So enden Rastergrafiken stets mit den Endungen: jpeg, tiff, psd, png, gif oder heic. Vektorgrafiken enden stets mit: ai, eps, pdf, indd, svg

Wenn Sie sich nicht sicher sind, welches Dateiformat Ihre Grafik hat, kontaktieren Sie uns einfach und wir geben Ihnen Bescheid. Bei Bedarf können wir auch Ihre Rastergrafiken in Vektorgrafiken umwandeln. Und umgekehrt.